29.04.2003
Hamburg,
CCH
30.04.2003
Berlin,
Tempodrom
01.05.2003
Frankfurt,
Alte Oper
04.05.2003
Linz,
Brucknerhaus
05.05.2003
München,
Philharmonie
07.05.2003
Stuttgart,
Liederhalle
09.05.2003
Hannover,
Kuppelsaal
News 2003
Stuttgart, Liederhalle
07.05.2003


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Setliste

First Set »Greendale« 
1. Falling From Above
2. Double E
3. Devil's Sidewalk
4. Leave The Driving
5. Carmichael
6. Bandit
7. Grandpa's Interview
8. Bringin' Down Dinner
9. Sun Green
10. Be The Rain

Second Set
11. Lotta Love
12. Expecting To Fly   [on Grand Piano]
13. Mother Earth   [on Pump Organ]
14. Don't Let It Bring You Down
15. Old Man
16. After The Goldrush   [on Piano]
17. War Of Man

Encore
18. Heart Of Gold

Foto: dpa


Reviews:

Stuttgart, Stuttgarter Zeitung

Stuttgart, Stuttgarter Nachrichten

Stuttgart, Südwest Presse

Ludwigsburg, Ludwigsburger Kreiszeitung


Von Rudy Vaas:

Neil in Stuttgart war auch wieder ein außerordentlich schönes Erlebnis. Natürlich drängen sich Vergleiche immer auf, aber auch für sich genommen hat mir das Konzert sehr gut gefallen.

Die Akustik war ebenfalls prima. Im Gegensatz zu München brannten aber die Kerzen!

Ich saß praktisch auf demselben Platz wie in München, in der ersten Reihe. Die Bühne war allerdings etwas höher (gut für die hinteren Plätze, denn alles war ebenerdig, und es gibt noch eine Empore), das Licht fast noch dunkler. Und mehrere Ordner äugten argwöhnisch. Einer kam her und motze mich wegen der Digitalkamera an, obwohl ich nicht blitzte. Mein Nachbar mußte die Videoaufzeichnung löschen (er hat das erste Lied gefilmt, wurde dann aber "erwischt"; ...)

Neil war entspannter als in München, das Konzert hat fast auf die Minute genau gleich lang gedauert. Neil begrüßte uns und sagte, daß er sehr gerne hier sei und dies wirklich so meine.Teil I war weniger heftig oder aggressiv gespielt wie in München, fand ich, aber ebenfalls auf hohem Niveau. Neil war gut gelaunt, erzählte viel, lächelte und schien zufrieden. Er erzählte ein bißchen anders als in München, erzählte z.B. mehr von seinem Vater.

In Teil II war er weitaus weniger erschöpft als in München. Doch, wenn ich mich noch richtig erinnere, spielte er genau dasselbe Set. Nichts mehr, nichts Neues. Leider. Er schien nicht so verausgabt, spielte kräftig, das in München m.E. recht mißlungene "Mother Earth" kam viel besser. Ansonsten kann ich wenig vergleichen. "After the Goldrush" war wieder mein Highlight von Teil II, außerdem ein sehr intensiv gespieltes und gesungenes "War of Man", das er noch
deutlicher ankündigte als in München, auch mit Irak-Bezug. "Mr Clean" und ein grandioses "Be the rain" waren der Höhepunkt von Teil I.

Und er amüsierte sich offenbar sehr. Denn aus dem Hintergrund kreischte fast zwischen jedem Lied eine Frau "Carry On!" Neil reagierte erst irritiert, meinte dann, er kenne kein solches Lied. Oder ob sie das meine - und spielte ein paar Akkorde auf dem Klavier. Eben "Carry On" von CSN. Mehr könne er nicht. Später sagte er, er könne das Lied wirklich nicht singen, nur auf der Gitarre. Und er sagte auch, daß er das alles "funny" fände, aber sich nicht über die Frau lustig mache, nur eben amüsiert sei.

Das Stuttgarter Publikum war undisziplinierter als in München, schrie viel mehr rein. Neil ließ sich nicht beirren, stand immer sinnend da zwischen den Lieder, rieb sich die Nase - und spielte doch dasselbe Stück wieder wie in München.

Die Liederhalle lobte er sehr. "Whoever designed this, he was a genius" (oder so ähnlich). Und er meinte, diese Halle und die, in der er zwei Tage vorher gewesen sei (also München, ich rief ihm das zu und er wiederholte es), seien "sisters, real sisters". Das hat ihn sehr beeindruckt. (Die Münchner Dirigenten-Imitation gab es aber nicht.)

Der für mich schönste Moment war am Ende der Show (vor der Zugabe "Heart of Gold"), als er den Applaus sichtlich genoß und an der Bühne stand. Da bin ich kurz vor und wir haben uns die Hand gegeben. Das hat mich im doppelten Sinn sehr berührt.

Ein Plektrum von Larry hab ich übrigens auch wieder erhalten. :-)


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